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Friaul Julisch Venetien
Leider findet der schöne Landstrichs Friaul Jul. Venetien im äußersten Nordosten Italiens allgemein nicht viel Beachtung. Dabei gibt es hier ebenso Interessantes zu entdecken, wie in den benachbarten Regionen (Fraiaul Julisch Venetien grenzt an die Adria und Venetien). Die Nähe zu Österreich und Slowenien hat beispielsweise Spuren in Lifestyle, Folklore und Küche vieler Städte hinterlassen.
Mit einer vielfältigen Kultur und Tradition ist das Gebiet mit seiner Hauptstadt Triest auf jeden Fall einen Besuch wert, insbesondere Narurliebhaber geraten angesichts der unberührten Strände, Lagunen, Grotten, schneebedeckten Bergkuppen und üppigen Vegetation ins Schwärmen. Bisher vom Massentourismus verschont, ist Friaul Julisch Venetien wegen seiner reichen Sportmöglichkeiten, römischischen Ausgrabungsstätten, lebendigen Traditionen und kulinärischen Genüsse ein beliebtes Ziel für Individualreisende.
Geschichte Friaul Julisch Venetien gibt es als Region erst seit 1963. Bevor die Region seinen offiziellen Titel bekam, ist hier jedoch schon viel Wasser den Fluss runter geflossen. Dank seiner strategisch günstigen Lage war das Gebiet wichtig für die antiken Römer, die hier die Angriffe der Gallier erwarteten. Mit dem Niedergang des römischen Reichs kam auch der Fortschritt Friaul Julisch Venetiens zum Stehen; Überfälle der Barbaren und Plünderungen forderten ihren Tribut. Im 18. Jahrhundert übernahmen die Habsburger die Macht und es ging wieder aufwärts mit dem kleinen Landstrich zwischen Slowenien, Kärnten und Venetien.
Triest und Fiume galten als Tor der Österreicher zum Meer, bevor sich mit der Metall-, Mechanik-, Nahrungsmittel-, Holz- und Möbelindustrie alternative Schwerpunkte entwickelten. In den Küstenregionen bei Lignano und Grado findet man heute zudem eine gut entwickelte touristische Infrastruktur. Da in Friaul Julisch Venetien eine eigene Sprache, das Furlanische, gesprochen wird, hat die Region einen Sonderstatus.
Kultur Die antiken Römer hinterließen viele Spuren in Friaul Julisch Venetien, insbesondere Aquileia ist ein wertvolles archäologisches Zentrum. In Grado und Cividale gibt es wichtige paleochristliche Architekturbeispiele des byzantinischen Stils. Die Basilika von Aquileia im römisch gothischen Stil beherbergt wunderschöne Mosaike.
Besuchen Sie in Triest das Revoltella Museum mit seiner beeindruckenden Sammlung von Skulpturen und Gemälden des 19. und 20. Jahrhunderts. Ebenso das Meer-Museum, das die Geschichte der Navigation anhand verschiedener Modelle, Instrumente und Projekte dokumentiert. Das Risorgimento Museum lässt Triest’s Kampf für Frieden und Unabhängigkeit wieder aufleben, während man im Museum für Kunstgeschichte eine bemerkenswerte Sammlung archäologischer Relikte findet. In Gorizia ist die Burg mit ihrem Museum für Geschichte und Kunst sehenswert; das Provinzmuseum bietet lokalen Künstlern zwischen dem 18. und 20. Jahrhundert ein Forum, zudem gibt es ein Museum, welches sich mit dem I. Weltkrieg befasst.
In Udine findet man Sammlungen von Gemälden, Skulpturen, Keramiken, Münzen und Schmuck im Museum und den Galerien für Geschichte und Kunst. Im Museum von Pordenone können Skulpturen aus der Friuli Schule bewundert werden.
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